Alle die Knochentrümmer, die in dem oberen Sande des Erdreichs überall gefunden werden, sind aus der neuesten Epoche, welche aber doch gegen unsere gewöhnliche Zeitrechnung ungeheuer alt ist. In dieser war das Meer schon zurückgetreten; hingegen flossen Ströme noch in großer Breite, doch verhältnismäßig zum Niveau des Meeres, nicht schneller und vielleicht nicht einmal so schnell als jetzt. Zu derselbigen Zeit setzte sich der Sand, mit Leimen gemischt, in allen breiten Tälern nieder, die nach und nach, als das Meer sank, von dem Wasser verlassen wurden und die Flüsse sich in ihrer Mitte nur geringe Beete gruben. Zu jener Zeit waren die Elefanten und Rhinozerosse auf den entblößten Bergen bei uns zu Hause.
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Freitag, 14. Oktober 2011
Goethe und die Paläontologie
Montag, 12. September 2011
Franz Kafka reflektiert die Farbenlehre
Kafkas Zimmer am 4. Oktober 1911 from Susanne Wiegner on Vimeo.
>Als aber die Sonne sich endlich ihrem Niedergang näherte und ihr durch die stärkeren Dünste höchst gemäßigter Strahl die ganze, mich umgebende Welt mit der schönsten Purpurfarbe überzog, da verwandelte sich die Schattenfarbe in ein Grün, das nach seiner Klarheit einem Meergrün, nach seiner Schönheit einem Smaragdgrün verglichen werden konnte. Die Erscheinung ward immer lebhafter, man glaubte sich in einer Feenwelt zu befinden, denn alles hatte sich in die zwei lebhaften und so schön übereinstimmenden Farben gekleidet, bis endlich mit dem Sonnenuntergang die Prachterscheinung sich in eine graue Dämmerung, und nach und nach in eine mond- und sternhelle Nacht verlor<. (Goethe, Farbenlehre)
Goethe und der Elefant
Sonntag, 11. September 2011
Goethe seziert
Gestern haben die Ratten zu manüvrieren angefangen; da ich nun auf alle solche inn- und ausländische Tiere sehr präpariert bin, hab ich mich sogleich einiger bemächtigt, sie seziert um ihren innereren Bau kennenzulernen, die andern hab ich wohl beobachtet und ihre Art, die Schwänze zu tragen, bemerkt, daß ich gute philiosphische Rechenschaft davon werde geben können.
Goethe und das Urphänomen
Grundeigenschaft der lebendigen Eigenschaft: sich zu trennen, sich zu vereinen, im Besonderen verharren, sich zu verwandeln, hervorzutreten und zu verschwinden, zu solidizieren und zu schmelzen, zu erstarren und zu fließen, sich auszudehnen und sich zusammenzuziehen.
Goethe und das Licht
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